
Von der Hegegemeinschaft im Bild festgehalten: Übervolle Tröge in Rüthen. Foto @ DerWesten
Die Hegegemeinschaft Arnsberger Wald widerspricht der Klage der Bürgermeister aus Rüthen, Warstein und Brilon über einen ihrer Ansicht nach zu hohen Rotwildbestand in ihren Revieren. „Man hat die Geister selbst gerufen”, sagt Lorenz Bohle, Vorsitzender der Hegegemeinschaft.
Wenn in der Stadt Rüthen „nachweislich dem Rotwild im Januar tonnenweise Rübenschnitzel angeboten werden, darf man sich nicht wundern, wenn sich an den vollen Trögen (unnatürlich große) Rudel von Rotwild einfinden“ Denn der Hirsch als Herdentier legt auf der Suche nach Äsung gern große Strecken zurück. Das zusätzlich benötigte Raufutter suchen sich die Tiere dann natürlich in der Umgebung der Futterstelle. Sie schälen die Rinde der Bäume und richten damit (lokal) große Schäden an.
Das Land NRW erlaubt nur Grassilage und Heu als Fütterung, was Fachleute für das Wild in der Winterruhe als völlig ausreichend erachten. Rübenfütterung ist grundsätzlich verboten.
Die Hegegemeinschaft lädt die drei Bürgermeister zur Mitarbeit ein, um die offenbar auf einem Informationsdefizit beruhenden Probleme in Gesprächen zu lösen.
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